Ludwig Huber, Julia Hellmer & Friederike Schneider (Hg.):
Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen
Das Konzept des Forschenden Lernens, das vor 40 Jahren von
der Bundesassistentenkonferenz ausgearbeitet wurde und weithin
großes Echo fand, gewinnt gegenwärtig erneut an
Aktualität. Im Zusammenhang mit dem „Bologna-Prozess“
werden Anforderungen an die Entwicklung allgemeiner Kompetenzen
der Studierenden gestellt, zu deren Erfüllung viel größeres
Gewicht auf aktives, problemorientiertes, selbstständiges
und kooperatives Arbeiten gelegt werden muss; Forschendes
Lernen bietet dafür die einem wissenschaftlichen Studium
gemäße Form.
Lehrenden und Studierenden aller Fächer und Hochschularten,
die Forschendes Lernen in ihren Veranstaltungen oder Modulen
verwirklichen wollen, soll dieser Band dienen. Er bietet im
ersten Teil Antworten auf grundsätzliche Fragen nach
der hochschuldidaktischen Berechtigung und den lerntheoretischen
Gründen für Forschendes Lernen auch schon im Bachelor-Studium.
Im zweiten Teil wird über praktische Versuche und Erfahrungen
aus Projekten Forschenden Lernens großenteils aus Hamburger
Hochschulen berichtet. In ihnen sind die wichtigsten Typen
und alle großen Fächerbereiche der Hochschulen
durch Beispiele repräsentiert. Die Projekte lassen in
ihrer Verschiedenartigkeit die unterschiedlichen Formen und
Ausprägungsgrade erkennen, die Forschendes Lernen je
nach Fach annehmen kann (und auch muss); zugleich zeigen sie
die reizvolle Vielfalt möglicher Themen und Formen. Im
dritten Teil werden in einer übergreifenden Betrachtung
von Projekten zum Forschenden Lernen Prozesse, Gelingensbedingungen,
Schwierigkeiten und Chancen systematisch zusammengeführt.
Insgesamt soll und kann dieses Buch zu immer weiteren und
immer vielfältigeren Versuchen mit Forschendem Lernen
anregen, ermutigen und helfen.