Peer Pasternack
Politik als Besuch. Ein wissenschaftspolitischer Feldreport
aus Berlin
"Niemand
studiert Medizin, um anschließend krank zu werden",
gibt der Politikwissenschaftler und Hochschulforscher Peer
Pasternack zu Protokoll - und geht gleichwohl für zwei
Jahre in die Wissenschaftspolitik. Als Staatssekretär
für Wissenschaft und Forschung im Senat von Berlin hatte
er sich umständehalber insbesondere mit Haushaltspolitik
zu befassen. Was das für Wissenschaftspolitik bedeutet,
lässt sich hier kurzweiliger, als das Thema vermuten
lässt, nachlesen. Pasternack legt einen analytischen
Feldreport vor, der keine Anekdotensammlung ist, in dem sich
aber, so der Autor, "manches aus Gründen, die in
der jeweiligen Sache selbst liegen, nur mit ironischer Färbung"
wiedergeben lässt. Wer authentische Auskünfte über
die Gestaltungsmechanismen von Hochschul- und Forschungspolitik
sucht, wird mit diesem Bericht ebenso bedient, wie diejenigen,
die nach Zusammenhang, Wechselwirkung und Entkopplung von
analytischem Wissen und politischen Handeln fragen, wie auch
diejenigen, die sich für die Untiefen der Berliner Landespolitik
interessieren