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2011
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Wolff-Dietrich Webler:
Internationale Konzepte zur Förderung guter Lehre
Alle Versuche
der Hochschulen, die Qualität der Lehre zu erhöhen
(z.B. durch Lehrevaluation, Coaching, Programme zum Auf- und
Ausbau der Lehrkompetenz) sind letztlich von der Wertschätzung
abhängig, die die Lehre genießt - also von einer
Kultur guter Lehre.
Der vorliegende Band besteht aus zwei Teilen:
A) Er bietet nach Diskussion hinderlicher und förderlicher
Rahmenbedingungen einen Überblick darüber, mit welchen
Maßnahmen eine dauerhafte Wertschätzung und Kultur
guter Lehre an den Hochschulen aufgebaut werden kann –
m.a.W., wie eine Aufwertung von Lehrleistungen aussehen könnte,
und
B) welche alternativen Möglichkeiten es gibt, die Maßnahmen
aus A) organisatorisch, konzeptionell und wissenschaftlich-praktisch
abzusichern. Hier bieten sich verschiedene Institutionalisierungsmöglichkeiten
bei unterschiedlichen, gestuften Leistungserwartungen an. Dieser
Frage wird aus zwei Richtungen nachgegangen:
1. Wenn bestimmte Leistungen erwartet werden, müssen dementsprechende
Ressourcen und Institutionalisierungsformen bereit gestellt
werden; diese Zusammenhänge werden dargestellt.
2. Wenn der Umfang bereitgestellter Ressourcen bereits festliegt
– wieviele und welche Leistungen können dann realistisch
von dieser Institutionalisierung erwartet werden? Dies kann
durch eine Sachlage tatsächlich erzwungen sein (unüberwindliche
Priorisierungen usw.); manchmal kann es sich aber auch um Alibimaßnahmen
handeln (symbolische Politik). Dann soll dieser Zugang Alibi-Einrichtungen
erschweren, die dann häufig mit unrealistischen Erwartungen
überhäuft werden. Kann die Einrichtung (was absehbar
war) dem nicht nachkommen, wird dies nicht selten gegen die
Hochschuldidaktik als solche verwendet.
Beide Texte sind aus Gutachten hervorgegangen, die der Autor
A) für die Universität Osnabrück und B) für
das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft
und Kunst erstellt hat.
Der Autor war – aus Leitungsfunktionen der Hochschulplanung
und empirischen Hochschulforschung der Hochschulen des Landes
Baden-Württemberg kommend – u.a. Aufbaubeauftragter
für das Interdisziplinäre Zentrum für Hochschuldidaktik
der Universität Bielefeld und später Sprecher des
Programmbeirats des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums
beim Aufbau des landesweiten Zentrums für Hochschuldidaktik.

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Birgit
Schädlich:
Bildungsstandards und Kompetenzorientierung im Fachpraktikum
Französisch
Hochschuldidaktisches Konzept und Entwicklungsmöglichkeiten
Im Zuge
des Bologna-Prozesses sind in den letzten Jahren Lehramtsstudiengänge
an vielen Universitäten und Pädagogischen Hochschulen
grundlegend reformiert worden. Praxisorientierung, Berufsfeldbezug
und ein verbesserter Austausch zwischen den an der Lehrerausbildung
beteiligten Fächern und Institutionen gelten dabei als
Schlagworte eines erwarteten Qualitätssprungs durch die
neuen Bachelor- und Masterstudiengänge.
Wie sich jedoch die administrativen Veränderungen in der
hochschuldidaktischen Praxis einzelner Lehrveranstaltungen widerspiegeln,
ist immer noch eine kaum diskutierte und untersuchte Frage:
Nur selten treten Lehrende in einen Austausch darüber,
wie sie ihre Seminare konkret planen und methodisch-didaktisch
gestalten. Das vorliegende Veranstaltungskonzept hat zum Ziel,
einen solchen Austausch zu fördern und stellt detaillierte
Ablaufplanungen und Materialien zu einem Seminar im Bereich
der Fremdsprachendidaktik vor.
Beschrieben werden die Begleitveranstaltungen zum Fachpraktikum
im Fach Französisch, das Lehramtsstudierende während
des Studiengangs Master of Education der Georg-August-Universität
Göttingen absolvieren. Der thematische Fokus des Seminars
liegt auf den aktuellen Entwicklungen der Fremdsprachendidaktik,
wie sie sich unter dem Schlagwort "Kompetenzorientierung"
aus den Bildungsstandards für die erste Fremdsprache der
Kultusministerkonferenz und dem Gemeinsamen Europäischen
Referenzrahmen für Sprachen des Europarates herleiten lassen.
Ziel ist eine Einführung in diesen Themenbereich und seine
Anbindung an die Unterrichtspraxis, der die Studierenden während
des Praktikums begegnen. Die Konzeption der Lehrveranstaltung
richtet sich an der Frage aus, wie dieser Theorie-Praxis-Bezug
methodisch-didaktisch möglichst gewinnbringend gestaltet
werden kann. Die Publikation bietet eine Diskussionsbasis für
Weiterentwicklungen des Seminartyps "Fachpraktikum"
sowie für empirische Forschungsarbeiten in diesem Feld.
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Judith
Ricken (Hg.)
lehrreich
– Ausgezeichnete Lehrideen zum Nachmachen
„lehrreich“
– so hieß ein Wettbewerb um innovative Lehrideen,
der im Wintersemester 2008/09 an der Ruhr-Universität Bochum
durchgeführt wurde. Lehrreich waren die in seinem Rahmen
geförderten Projekte an der Ruhr-Universität, erdacht
und umgesetzt von Projektgruppen aus Studierenden und Lehrenden.
Um die guten Ideen und gewonnenen Erfahrungen auch für
andere nutzbar zu machen, werden sie in diesem Sammelband dokumentiert.
Mit Simulationspatienten üben, schlechte Nachrichten zu
überbringen, in kleinen Teams frei, aber begleitet forschen
oder mit einem Planungsbüro ein Gutachten für den
Bau einer Straße anfertigen – diese und andere Ideen
wurden durch die Wettbewerbsförderung umgesetzt. Die Beiträge
in diesem Sammelband beschreiben diese Projekte nicht nur, sie
reflektieren auch den Projektverlauf und geben konkrete Hinweise,
beispielsweise zu Besonderheiten der Methodik, Vorlaufzeiten,
Zeitaufwand oder Kosten. Denn Nachmachen ist ausdrücklich
erwünscht!
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Wim
Görts (Hg.):
Tutoreneinsatz und Tutorenausbildung
Studierende
als Tutoren, Übungsleiter, Mentoren, Trainer, Begleiter
und Coaches – Analysen und Anleitung für die Praxis
Wie können Tutorien Lernen fördern? Im Mittelpunkt
dieses Bandes stehen Konzepte für Tutorien, Übungen
und andere Lehr- und Beratungssituationen, in denen Studierende
andere Studierende begleiten. Die Akteure heißen Tutoren
und Tutorinnen, aber manchmal auch - je nach Einsatzgebiet -Übungsleiter,
Trainer, Coaches, Schreibbegleiter und Mentoren. Zehn Autorinnen
und Autoren, allesamt wissenschaftlich Lehrende, zeigen, in
welcher Art und Weise sie Studierende dabei unterstützen,
einen eigenen Zugang zur Wissenschaft zu bekommen.
Dieser Zugang bezieht sich z.T. auf ein Studium, das sich dem
Diktat einer ausschließlichen Orientierung auf die (behaupteten)
Bedürfnisse des Arbeitsmarktes entzieht.
Dabei werden studentische Tutoren hinzugezogen, die sorgfältig
geschult sind. Besonderes Gewicht hat die Frage, wie die Tutoren
eine gemeinsame Vertrauensbasis mit den Studierenden schaffen
können, damit diese sich ermutigt fühlen,
vorgegebene Studienmuster und -inhalte in Frage zu stellen,
urteilsfähig zu werden und eigene Wege zu gehen.
Daneben geht es um die Feststellung des Erfolges von Tutorien,
um Hindernisse und Grenzen sowie um Auswertungen, die es erlauben,
auf eine Veränderung der Ausbildung zu schließen.
Lehrende, Tutorenausbilder, Bildungsexperten und Hochschuldidaktiker
finden Analysen zu Zielen, Aufgabenbereichen und Arbeitsweisen
von Tutoren und daraus entwickelte Schulungsprogramme für
die Tutoren oder vorausgeschickt für eine Ausbildung der
Ausbilder solcher Tutoren.

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