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Heinz
W. Bachmann
Systematische Lehrveranstaltungsbeobachtungen an einer Hochschule
Verläufe von Lehrveranstaltungen an einer schweizerischen
Fachhochschule bei Einführung der Bologna-Studiengänge
– eine Fallstudie
Seit Herbst 2006 bieten alle Fachhochschulen der Schweiz Studiengänge
organi-siert nach dem Bachelor-Master-System an, wie das in
der Bologna-Deklaration beschlossen worden war. Einer der Haupttriebfedern
des Reformprozesses, neben der akademischen Mobilität und
der Vorbereitung der Hochschulabsolventen auf den europäischen
Arbeitsmarkt, ist die Steigerung der Anziehungskraft der europäischen
Hochschulen zur Verhinderung von brain drain und der Förderung
von brain gain. Neben diesem globalen Wettbewerb wird durch
die gegenseitige Anrechenbarkeit der Studienleistungen in den
verschiedenen Ländern auch die Konkurrenz der Hochschulen
untereinander gefördert.
Die Bologna-Reform geht von einem neuen Lehrverständnis
aus von der Stoffzentrierung hin zu einer Kompetenzorientierung,
begleitet von einem shift from teaching to learning. Der Fokus
liegt also nicht beim Lehren, sondern auf der Optimierung von
Lernprozessen. Vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse aus
der Lernforschung wird auch deutlich, dass das Vermitteln von
Wissen im traditionellen Vorlesungsstil nur noch bedingt Gültigkeit
hat. Unter Berücksichtigung der obigen Erkenntnisse müsste
man heute eher vom Hochschullernen als von der Hochschullehre
sprechen.
Die vorliegende Studie wird zum Anlass genommen, ein Instrument
vorzustellen, mit dem Lehre systematisch beobachtet werden kann.
Mit dem beschriebenen Instrument wird der Frage nachgegangen,
inwieweit an der untersuchten schweizerischen Pädagogischen
Hochschule die oben beschriebene Neuorientierung in der Lehre
schon stattgefunden hat. Mit Hilfe des VOS (VaNTH Observational
System) sollen systematisch Lehrveranstaltungsbeobachtungen
gemacht und festgehalten werden. Das Ziel dieser Studie ist
es, Lehrveranstaltungsverläufe an der untersuchten Pädagogischen
Hochschule zu erheben im Hinblick auf die Entwicklung von Kursen
in Hochschuldidaktik. Die gefundenen Ergebnisse sollen mit der
Schulleitung besprochen werden, vor allem auch auf dem Hintergrund
des neuen Lernens an Hochschulen. Basierend auf den gewonnen
empirischen Daten und den von der Schulleitung entwickelten
Zielen können hochschuldidaktische Kurse geplant und umgesetzt
werden. Zusätzlich besteht die Chance, bei einer Wiederholung
der Studie in einigen Jahren mögliche Veränderungen
in der Lehre festzu-stellen.
Es wird davon ausgegangen, dass das Untersuchungsdesign und
die erhobenen Daten nicht nur von Interesse für die betroffene
Hochschule sind, sondern generell Fachhochschulen interessieren
dürften, die in einem ähnlichen Prozess der Neuorientierung
stecken.
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Wolff-Dietrich
Webler (Hg.)
Universitäten am Scheideweg ?! - Chancen
und Gefahren des gegenwärtigen historischen Wandels in
Verfassung, Selbstverständnis und Aufgabenwahrnehmung
Ergebnisse des Hochschulforums Sylt 2008
Ist der Weg von der Idee der Gemeinschaft der Lehrenden und
Lernenden zu Universitäten in differenzierten Leistungsklassen
als Produktionsunternehmen für wirtschaftlich verwertbare
Erkenntnisse und hoch qualifizierte Arbeitskräfte unumkehrbar?
Gibt es einen dritten Weg?
Die Entwicklung
hat sich schon Jahrzehnte abgezeichnet – jetzt ist der
Wandel in vollem Gange (und vermutlich unumkehrbar). Die Universitätsleitungen
in Deutschland sehen sich – von ihnen gewollt oder nicht
– einer Entwicklung gegenüber, die “ihre”
Universität täglich verändert und die –
provokant zugespitzt – in die Formel gefasst werden kann:
Von der Idee der Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden
in grundsätzlich gleichen (gleichrangigen) Universitäten
zu einem Produktionsunternehmen in differenzierten Leistungsklassen,
das Wirtschaftlichkeitsregeln durchgängig folgt und das
vordringlich wirtschaftlich verwertbare Erkenntnisse und Arbeitskräfte
erzeugt.
Diese Situation, die die deutsche Universität so nachhaltig
verändern wird wie kaum etwas anderes vorher, stand im
Zentrum des Hochschulforums Sylt 2008. Dort
wurde gefragt:
Gibt es einen dritten Weg?
Die zentrale These lautet: Wenn nicht korrigierend eingegriffen
wird, dann wird die Universität als kollegiale Veranstaltung
verlassen – mit weitreichenden Folgen für Zusammenhalt,
Produktivität, Verantwortungsstrukturen, für Art,
Niveau und Profil von Forschung, Lehre und Studium bzw. Art,
Niveau und Profil der Absolvent/innen. Bisherige kollegial integrative
Meinungsbildungs-, Entscheidungs-, personelle Ergänzungs-(Berufungs-)verfahren
werden von betriebsförmigen Strukturen abgelöst. Dieses
Neue enthält Chancen und Gefahren – in welchem Umfang
und mit welchem Ergebnis ist offen. Das Ergebnis aber ist für
die deutsche Gesellschaft und weit darüber hinaus von allergrößter
Bedeutung. Hier setzt das in diesem Band vorgelegte Konzept
des Hochschulforums 2008 an.
Hochschulforscher, Universitätsrektoren/-präsidenten
und Mitglieder aus Wissenschaftministerien haben sich für
acht Tage in Klausur begeben, mit dem Ziel die weiteren Konsequenzen
der Maßnahmen zu vergegenwärtigen und sich zu vergewissern,
ob und wie diese Folgen gewollt werden.
Das Ergebnis – bestehend aus Analysen und Handlungsempfehlungen
– wird hiermit vorgelegt.

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Philipp
Pohlenz
Datenqualität als Schlüsselfrage der Qualitätssicherung
von Lehre und Studium
Hochschulen wandeln sich zunehmend zu Dienstleistungsunternehmen,
die sich durch den Nachweis von Qualität und Exzellenz
gegen ihre Wettbewerber durchsetzen müssen.
Zum Vergleich ihrer Leistungen werden verschiedene Evaluationsverfahren
herangezogen. Diese stehen jedoch vielfach in der Kritik, bezüglich
ihrer Eignung, Leistungen der Hochschulen adäquat abzubilden.
Verfahren der Evaluation von Lehre und Studium wird vorgeworfen,
dass ihre Ergebnisse bspw. durch die Fehlinterpretation hochschulstatistischer
Daten und durch die subjektive Färbung studentischer Qualitätsurteile
verzerrt sind.
Im Zentrum des vorliegenden Bandes steht daher die Untersuchung
von potenziellen Bedrohungen der Aussagefähigkeit von Evaluationsdaten
als Steuerungsinstrument für das Management von Hochschulen.

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Ludwig Huber, Julia Hellmer & Friederike Schneider (Hg.):
Forschendes Lernen im Studium. Aktuelle Konzepte und Erfahrungen
Das Konzept des Forschenden Lernens, das vor 40 Jahren von der
Bundesassistentenkonferenz ausgearbeitet wurde und weithin großes
Echo fand, gewinnt gegenwärtig erneut an Aktualität.
Im Zusammenhang mit dem „Bologna-Prozess“ werden
Anforderungen an die Entwicklung allgemeiner Kompetenzen der
Studierenden gestellt, zu deren Erfüllung viel größeres
Gewicht auf aktives, problemorientiertes, selbstständiges
und kooperatives Arbeiten gelegt werden muss; Forschendes Lernen
bietet dafür die einem wissenschaftlichen Studium gemäße
Form.
Lehrenden und Studierenden aller Fächer und Hochschularten,
die Forschendes Lernen in ihren Veranstaltungen oder Modulen
verwirklichen wollen, soll dieser Band dienen. Er bietet im
ersten Teil Antworten auf grundsätzliche Fragen nach der
hochschuldidaktischen Berechtigung und den lerntheoretischen
Gründen für Forschendes Lernen auch schon im Bachelor-Studium.
Im zweiten Teil wird über praktische Versuche und Erfahrungen
aus Projekten Forschenden Lernens großenteils aus Hamburger
Hochschulen berichtet. In ihnen sind die wichtigsten Typen und
alle großen Fächerbereiche der Hochschulen durch
Beispiele repräsentiert. Die Projekte lassen in ihrer Verschiedenartigkeit
die unterschiedlichen Formen und Ausprägungsgrade erkennen,
die Forschendes Lernen je nach Fach annehmen kann (und auch
muss); zugleich zeigen sie die reizvolle Vielfalt möglicher
Themen und Formen. Im dritten Teil werden in einer übergreifenden
Betrachtung von Projekten zum Forschenden Lernen Prozesse, Gelingensbedingungen,
Schwierigkeiten und Chancen systematisch zusammengeführt.
Insgesamt soll und kann dieses Buch zu immer weiteren und immer
vielfältigeren Versuchen mit Forschendem Lernen anregen,
ermutigen und helfen.

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BAK
Forschendes Lernen - Wissenschaftliches Prüfen
Schriften der Bundesassistentenkonferenz 5
Viele Bachelor-Studiengänge stehen in der Gefahr, die Studierenden
noch weiter als bisher von einem wissenschaftlichen Studium
mit Forschungsbezug zu entfernen und dies allenfalls auf die
Master-Studiengänge zu verweisen. Hier wird ein gegenteiliger
Standpunkt vertreten: Forschendes Lernen gehört in den
ersten Teil des Studiums, ja in das Grundstudium.
Die Bundesassistentenkonferenz (BAK) hat seiner Zeit viel beachtete
Konzepte zur Reform der Hochschulen und zur Studienreform entwickelt.
Die BAK war zwischen 1968 und 1972 die gewählte Repräsentanz
der wissenschaftlichen Assistenten und wissenschaftlichen Mitarbeiter
auf Bundesebene. Ihr Hochschuldidaktischer Ausschuss hat damals
die Schrift „Forschendes Lernen - Wissenschaftliches Prüfen“
vorgelegt, die mit ihren Erkenntnissen und Forderungen - man
mag es bedauern oder bewundern - bis heute ihre Aktualität
nicht eingebüßt hat.
Viele heutige Reformschriften beziehen sich daher noch auf sie,
ohne dass ihr Text vielfach noch verfügbar wäre. Das
ist Grund genug, diese Schrift nach 40 Jahren neu aufzulegen,
um ihre Anregungen in die gegenwärtige Debatte wieder einzubringen.
Gerade im Zeichen der Bachelor- und Master-Studiengänge
können die hier entwickelten Konzepte wichtige Reformanregungen
bieten. Sie können auf unverzichtbare Elemente eines wissenschaftlichen
Studiums erneut aufmerksam machen, die in einer oft eher oberflächlichen
Umstellung der Studiengänge auf gestufte Studienabschlüsse
- wie eingangs betont - verloren zu gehen drohen.

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Wim
Görts
Projektveranstaltungen – und wie man sie richtig macht
Wim Görts
hat hier seinen bisherigen beiden Bänden zu Studienprojekten
in diesem Verlag eine weitere Anleitung von Projekten hinzugefügt.
Ein variationsreiches Spektrum von Beispielen ermutigt zu deren
Durchführung. Das Buch bietet Lehrenden und Studierenden
zahlreiche Anregungen in einem höchst befriedigenden Bereich
ihrer Tätigkeit.
Die Verstärkung des Praxisbezuges der Lehre bzw. der Handlungskompetenz
bei Studierenden ist eine häufig erhobene Forderung. Projekte
gehören - wenn sie gut gewählt sind - zu den praxisnächsten
Studienformen. Mit ihrer ganzheitlichen Anlage kommen sie der
großen Mehrheit der Studierenden, den holistischen Lernern,
sehr entgegen. Die Realisierung von Projekten fördert Motivation,
Lernen und Handlungsfähigkeit der Studierenden erheblich
und vermittelt dadurch auch besondere Erfolgserlebnisse für
die Lehrenden bei der Realisierung der einer Hochschule angemessenen,
anspruchsvollen Lehrziele. Die Frage zum Studienabschluss, in
welcher Veranstaltung Studierende am meisten über ihr Fach
gelernt haben, wurde in der Vergangenheit häufig mit einem
Projekt (z.B. einer Lehrforschung) beantwortet, viel seltener
mit einer konventionellen Fachveranstaltung. Insofern sollten
Studienprojekte gefördert werden, wo immer es geht.
Die Didaktik der Anleitung von Projekten stellt eine „Königsdisziplin“
der Hochschuldidaktik dar. Projekte gehören zum anspruchsvollsten
Bereich von Lehre und Studium. Nur eine begrenzte Zeit steht
für einen offenen Erkenntnis- und Entwicklungsprozess zur
Verfügung. Insofern ist auf die Wahl sowie den Zuschnitt
des Themas und die Projektplanung besondere Sorgfalt zu verwenden.
Auch soll es der Grundidee nach ein Projekt der Studierenden
sein, bei dem die Lehrperson den Studierenden über die
Schulter schaut. Die Organisationsfähigkeit und Selbstdisziplin
der Studierenden sollen gerade im Projekt weiter entwickelt
werden.
Der vorliegende Band bietet auch hierzu zahlreiche Anregungen.
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Walkenhorst,
Ursula/Nauerth, Annette/Bergmann-Tyacke, Inge/Marzinzik, Kordula
(Hg.):
Kompetenzentwicklung
im Gesundheits- und Sozialbereich
Vielfältige
Veränderungen in der Gesellschaft und neue Anforderungen
in der Arbeitswelt machen es erforderlich, die eigenen Kompetenzen
umfassend zu reflektieren, einzuschätzen und ggf. zu erweitern.
Die Entwicklung, Messung und Anrechnung von Kompetenzen stellt
damit in der heutigen Zeit sowohl in der beruflichen Praxis
als auch in der Aus-, Fort- und Weiterbildung ein zentrales
Thema dar. Der Kompetenzforschung kommt hierbei eine bedeutsame
Rolle zu. Fragestellungen zu diesem Thema werden aus der Perspektive
unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen aufgegriffen
und bearbeitet. Der vorliegende Band widmet sich dieser Thematik
aus der Perspektive der Gesundheits- und Sozialberufe. Die Diskussionen
um die Analyse und Entwicklung von Kompetenzprofilen, Möglichkeiten
zur Messung und Anrechnung von Kompetenzen aus der beruflichen
Praxis auf Hochschulstudiengänge sowie die theoretische
Betrachtung des derzeitigen Kompetenzverständnisses werden
durch aktuelle Ergebnisse und Erkenntnisse aus der Kompetenzforschung
in diesem Band dargestellt und diskutiert. Hier zeigt sich für
den Gesundheits- und Sozialbereich eine differenzierte und vielfältige
Auseinandersetzung.
Hintergrund dieser Veröffentlichung ist die Entwicklung
der Kompetenzplattform „KomPASS“ an der Fachhochschule
Bielefeld. „KomPASS´“ ist ein Verbund von
Forschern und Forscherinnen aus den Bereichen Pflege und Gesundheit
sowie Sozialwesen, die sich sowohl anwendungs- als auch grundlagenorientiert
mit der Thematik „Kompetenzentwicklung im Gesundheits-
und Sozialbereich“ beschäftigen.

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