Ulrike von Holdt, Christiane Stange, Kurt Schobel (Hg.):
Qualitative Aspekte von Leistungspunkten:
Chancen von Bachelor- und Masterstudiengängen
Die Einführung
von Leistungspunktsystemen und die Modularisierung von Studiengängen
sind wesentliche Elemente der aktuellen Studienstrukturreform.
Die Einführung eines Leistungspunktesystems soll mit
seiner Transferfunktion maßgeblich zur wechselseitigen
Anerkennung von Studienleistungen beitragen. Die Anerkennung
ist abhängig von der erzielten Lernleistung der Studierenden.
Aber eine rein quantitative, arbeitszeitbasierte Kreditierung
der Lernleistung reicht nicht aus. Die Zukunft gehört
der Beschreibung von Kompetenzspektren der Absolventen. Die
Fähigkeiten werden gegenüber dem bisherigen nebulösen
Dickicht der Auflistung von Lehrstoffen transparent. Messbare
Fähigkeiten werden zu Indikatoren der Qualität der
Ausbildung. Der vorliegende Band greift die Diskussionspunkte
auf und erörtert, wie neue Curricula geplant werden können,
welche Faktoren innovativ sind, welche speziellen Lehr- und
Lernformen hierzu herangezogen werden können und wie
sie organisiert sein müssen, um qualitative Rückschlüsse
auf Lernleistungen zuzulassen und eine vereinfachte Anrechnung
dieser Leistungen zu gestatten.
Die Beiträge
gehen größtenteils auf eine Tagung zurück,
die im Rahmen des Programms „Entwicklung eines Leistungspunktsystems
an Hochschulen“ der Bund-Länder-Kommission für
Forschungsförderung und Bildungsplanung im Juli 2004
in Hannover stattfand.