Wim
Görts
Projektveranstaltungen – und wie man sie richtig macht
Wim Görts
hat hier seinen bisherigen beiden Bänden zu Studienprojekten
in diesem Verlag eine weitere Anleitung von Projekten hinzugefügt.
Ein variationsreiches Spektrum von Beispielen ermutigt zu
deren Durchführung. Das Buch bietet Lehrenden und Studierenden
zahlreiche Anregungen in einem höchst befriedigenden
Bereich ihrer Tätigkeit.
Die Verstärkung des Praxisbezuges der Lehre bzw. der
Handlungskompetenz bei Studierenden ist eine häufig erhobene
Forderung. Projekte gehören - wenn sie gut gewählt
sind - zu den praxisnächsten Studienformen. Mit ihrer
ganzheitlichen Anlage kommen sie der großen Mehrheit
der Studierenden, den holistischen Lernern, sehr entgegen.
Die Realisierung von Projekten fördert Motivation, Lernen
und Handlungsfähigkeit der Studierenden erheblich und
vermittelt dadurch auch besondere Erfolgserlebnisse für
die Lehrenden bei der Realisierung der einer Hochschule angemessenen,
anspruchsvollen Lehrziele. Die Frage zum Studienabschluss,
in welcher Veranstaltung Studierende am meisten über
ihr Fach gelernt haben, wurde in der Vergangenheit häufig
mit einem Projekt (z.B. einer Lehrforschung) beantwortet,
viel seltener mit einer konventionellen Fachveranstaltung.
Insofern sollten Studienprojekte gefördert werden, wo
immer es geht.
Die Didaktik der Anleitung von Projekten stellt eine „Königsdisziplin“
der Hochschuldidaktik dar. Projekte gehören zum anspruchsvollsten
Bereich von Lehre und Studium. Nur eine begrenzte Zeit steht
für einen offenen Erkenntnis- und Entwicklungsprozess
zur Verfügung. Insofern ist auf die Wahl sowie den Zuschnitt
des Themas und die Projektplanung besondere Sorgfalt zu verwenden.
Auch soll es der Grundidee nach ein Projekt der Studierenden
sein, bei dem die Lehrperson den Studierenden über die
Schulter schaut. Die Organisationsfähigkeit und Selbstdisziplin
der Studierenden sollen gerade im Projekt weiter entwickelt
werden.
Der vorliegende Band bietet auch hierzu zahlreiche Anregungen.