Anne Dudeck, Bettina Jansen-Schulz (Hg.)
Hochschuldidaktik und Fachkulturen
Gender
als didaktisches Prinzip
Im Zuge
des Bologna Prozesses ist „Geschlechtergerechtigkeit“
als eines der Ziele für Hochschulen festgeschrieben worden.
Der Akkreditierungsrat hat „Gender“ als eines
der Qualitätskriterien für die Akkreditierung neuer
B/M-Studiengänge festgelegt. Im Profil der neuen Universität
Lüneburg sind Gender und Diversity Elemente, die alle
Bereiche der Universität betreffen und durch die innovativen
Prozesse in Studium, Lehre und Forschung gefördert werden
sollen. Hier setzt das vom Niedersächsischen Ministerium
geförderte Projekt „Gender-Kompetenz“ setzt
mit dem Konzept des Integrativen Gendering an. Die in diesem
Band vorgestellten Aufsätze zu Gender als hochschuldidaktisches
Prinzip sind überwiegend Beiträge der ersten hochschuldidaktischen
Ringvorlesung zu Genderaspekten in der Lehre im Wintersemester
2005/06, die sich ausschließlich an Lehrende und Forschende
der Universität Lüneburg und anderer Niedersächsischer
Hochschulen wandte. Mit dieser hochschuldidaktischen Form
der Ringvorlesung zu einem Genderthema betrat die Universität
Lüneburg hochschuldidaktisches Neuland. Die Beiträge
sind fünf Schwerpunktthemen des Bandes zugeordnet:
1. Gender als didaktisches Prinzip
2. Gender und Fachkulturen
3. Gender in Forschung und Lehre
4. Konzepte genderorientierter Hochschuldidaktik
5. Konzepte gendersensibler Lehre
In den Beiträgen wird zunächst jeweils der Stand
der Frauen-, Männer-, Genderforschung jeweils unter ihren
Hauptfragestellungen beschrieben, bevor sie zu Methoden und
Handlungskonzepten überleiten. Mit diesem impliziten
Überblick zum aktuellen Forschungsstand versteht sich
der Band auch als Einführung in Teilbereiche der neueren
Genderforschung.