| Internationalisierung,
Vielfalt
und Inklusion in Hochschulen (IVI)
Forum für Interkulturalität, Diversity-Management,
Anti-Diskriminierung und Inklusion
ISSN 1860-305X
Fragen, Anregungen, Beitragsangebote etc. richten Sie bitte
an: info@universitaetsverlagwebler.de
Herausgeberkreis:
Anne Dudeck, Gleichstellungsbeauftragte der
Stiftungsuniversität Lüneburg; Anke Egblomassé,
Bereich Antidiskriminierung, interkulturelle Arbeit, VNB NordWestBildung.
Barnstorf (geschäftsführende Herausgeberin); Dr.
Gerhild Framhein, Auslandsreferat/International Office,
Universität Konstanz (angefragt); Prof. Dr. Desiree
H. Ladwig, Helmut Schmidt Universität Hamburg,
Management Development Center, Hamburg; Prof. Dr. Doris
Lemmermöhle, Vizepräsidentin, Universität
Göttingen; Dr. Bettina Jansen-Schulz,
TransferConsult, Bildung, Konzept, Projekte, Lübeck; Prof.
Barbara Schwarze, Kompetenzzentrum, Vorsitzende, Gastprofessorin
Gender und Diversity an der Fachhochschule Osnabrück, Fakultät
Ingenieurwissenschaften und Informatik; Klaus Schwerma,
Dissens eV, Berlin-Marzahn; Prof. em. Dr. Hartmut Wächter,
Universität Trier, Fachbereich IV - BWL (Arbeit - Personal
- Organisation); Dr. Heidemarie Wünsche-Piétzka,
Strategy Transnational, Chemnitz; Prof. Dr. Wolff-Dietrich
Webler, Universität Bergen (Norwegen), Staatliche
Pädagogische Universität Jaroslawl/Wolga, Leiter des
Instituts für Wissenschafts- und Bildungsforschung Bielefeld
(IWBB), (Mitarbeit für eine Übergangszeit);
weitere Mitglieder werden im Laufe der Zeit hinzukommen.
Zielgruppe:
Mit Internationalisierung, interkulturellen
Beziehungen, Antidiskriminierung und Integration befasste Mitglieder
von Hochschulen, Gleichstellungsbeauftragte, Akademische Auslandsämter,
Personalräte und Wissenschaftler-Personalräte an Hochschulen,
Referent/innen für den Themenbereich (z.B. Diversity Management)
in hochschulbezogenen Organisationen (incl. Stiftungen), Forschungsförderorganisationen,
Zentren/Arbeitsstellen für Frauen-/Genderforschung (o.ä.),
Frauennetzwerke, Männerinitiativen, Akteure in der Männerforschung,
Männer- und Jungenarbeit, Hochschulleitungen, Personalverantwortliche
in Hochschulen, im Hochschulbereich agierende Gewerkschaften
(ver´di, GEW,), einschlägige Ministerien, die Hochschulbibliotheken,
Landesbibliotheken usw..
Konzept:
Das breit verstandene Thema Internationalisierung, Vielfalt,
Gleichwertigkeit, Inklusion und Gender (Diversity,
Equality, Inclusivity and Gender) gewinnt mit wachsender
Internationalisierung der Hochschulen und Mobilität
ihrer Mitglieder (Studierende, Lehrkörper) und der Herausforderung
zur Lösung der Integrationsproblematik im Lande
(auch gegenüber Bildungsinländern an Hochschulen)
noch an Bedeutung. Mit dem Untertitel “Forum für...”
wird gezeigt, dass hier nicht nur Berichte und Analysen publiziert
sondern eine Kommunikationsebene geboten wird, auf der mit durchaus
streitigen Positionen um neue Einsichten und Problemlösungen
gerungen werden soll. Mit den Aufsätzen soll nicht nur
Verfassungsrecht weiter zum Durchbruch verholfen, ethischen
Richtlinien (auch der EU-Richtlinie gegen Diskriminierung) gefolgt,
sondern endlich der damit in der Gesellschaft verknüpfte
Reichtum an facettenreichen Ideen, Sichtweisen, Interpretationshintergründen
als Basis für kreative Problemlösungen erkannt, erschlossen
und ausgeschöpft werden. Die Gleichstellung der Geschlechter
kommt nur schleppend voran. Aber es geht nicht allein um die
Behebung von Defiziten. Tenor der Zeitschrift soll die Würdigung
der Chancen sein, die in diesem Feld liegen, ohne die Schattenseiten
des Themenfeldes verschweigen oder schön reden zu wollen.
Die vielfach international benutzten Begriffe Diversity,
Equality and Gender sind ins Deutsche übersetzbar
und entsprechen wichtigen deutschen Begriffen, werden aber bisher
wenig übersetzt. Nur die Komplexität des Gender-Begriffs
ist nicht mit einem Wort wieder zu geben und wird daher beibehalten.
Inklusion: Unter Vielfalt und Inklusion an
Hochschulen soll nicht der deutsche Bildungsstandard und das
deutsche Wissenschaftsverständnis unreflektiert verbreitet,
sondern den internationalen Studierenden und Forschungsnachwuchskräften
die Wertigkeit der eigenen (Wissenschafts-)Kultur bewusst gemacht
werden und ihr kulturelles Selbstbewußstsein gestärkt
werden. Die Betonung liegt auf "unreflektiert", denn
ausländische Studierende wollen auch deshalb zeitweise
in Deutschland studieren, weil sie das deutsche Wissenschaftsverständnis
kennen lernen wollen; es soll also auch nicht verleugnet werden,
sich aber internationaler Diskussion stellen.
Diversity: Zwar gibt es keine einheitliche
Definition für „Diversity“ (Vielfalt), aber
allmählich setzen sich als Definition die Kriterien der
EU-Richtlinie (gegen Diskriminierung) durch: Alter, Geschlecht,
Herkunft (national, ethnisch und konfessionell), Behinderung
und sexuelle Orientierung bzw. Identität sind ihre Hauptbestandteile.
Daneben gibt es Bestandteile wie z.B. Bildung, soziale Herkunft,
Sprache, Kultur, Hierarchie, Arbeits- und Lebensstil. In Hochschulen
und insbesondere im Umgang mit Studierenden sollte Basis des
Handelns die Anerkennung sein, dass alle ihre individuell verschiedene
Lerngeschichte haben und ihre eigenen Lernvoraussetzungen in
den Lernprozess einbringen. Diese Differenz ist horizontal,
also gleichberechtigt, nicht vertikal, also in einer Rangreihe
hierarchisch oder als Wertigkeitsskala zu interpretieren. Vielfalt
ist keine Last (wie „Heterogenität“ in pädagogischen
Prozessen oft negativ gesehen wird) sondern ein Reichtum, der
bei ausreichender eigener Kompetenz der Lehrpersonen ausgeschöpft
und zu einer wesentlichen Qualitätssteigerung genutzt werden
kann. Außerdem werden die Individuen dadurch in ihrer
Vielfalt wahr- und ernstgenommen.
Equality: In dem erweiterten Begriff Diversity
sind dem Verständnis nach die mit den weiteren beiden Begriffen
Equality and Gender verknüpften Analysen, Erklärungen
und Forderungen einbegriffen. Trotzdem werden sie wegen ihres
besonderen Gewichts im Titel der Zeitschrift noch einmal gesondert
herausgestellt. Die Übersetzungen von Equality (abwechselnd
mit Gleichwertigkeit bzw. Gleichheit und Gleichstellung) betonen
unterschiedliche Facetten. Gleichwertigkeit bzw. Gleichheit
betont die grundsätzliche Gleichberechtigung aller Mitglieder
in einer Gesellschaft. Gleichstellung betont den Anspruch
auf Realisierung, nicht von abstrakt, sondern konkret gleichen
Chancen für die persönliche, soziale und besonders
die berufliche Entwicklung (nicht zuletzt als materielle Voraussetzung
der ersteren).
Gender: Soziale Unterschiede, die auf Differenzen der Geschlechter
zurückgehen, ihre Ursachen, Reichweite, Erscheinungsformen,
Gründe ihrer Reproduktion transparent zu machen sowie darauf
zurückzuführende Benachteiligungen aufzuklären
(Gender-Perspektive) sind ebenso Gegenstand wie die Entwicklung
von Strategien, mit denen bei allen Beteiligten und den politischen
Akteuren Problembewusstsein geweckt und Lösungsstrategien
für die Gleichstellung einschließlich konkret zu
ergreifender Maßnahmen und deren Erfolgskontrolle (Monitoring)
entwickelt werden können (Gleichstellungspolitik). Ein
besonderer Akzent liegt auch hier auf der Darstellung der besonderen
Chancen, die eine künftige Kombination der individuellen
Stärken und sozialen Enthierarchisierung der Geschlechterverhältnisse
für jeden beruflichen Zusammenhang mit sich bringt.
Beabsichtigt ist eine Zeitschrift für die Arbeitsebene
vor Ort, in einem Spektrum von forschungsbasierter Information
bis reflektiertem, praktischem Erfahrungsaustausch. Die Zeitschrift
wird als Sparten aufweisen: a) Forschung über Internationalisierung,
Vielfalt und Inklusion, b) Politik und Entwicklung im Bereich
Internationalisierung, Vielfalt und Inklusion, c) Anregungen
für die Praxis/Erfahrungsberichte. Daneben wird es weitere
Sparten geben (Interviews, Rezensionen, Mitteilungen/Berichte
usw.).
Beiträge:
Gesucht
werden Beiträge in einem weiten Spektrum von Theorie und
Praxis: neue Ergebnisse der Forschung im Bereich Interkulturalität,
Diversity, Equality Inclusivity and Gender; scharfsinnige
Analysen; neue Ideen in der Anti-Diskriminierungspolitik und
der Gestaltung von Vielfalt und Inklusion; Lösungskonzepte
zu einem Problem; wegweisende (Weiter-)Entwicklungen; Aspekte
an einem Thema, die bisher nicht gesehen wurden; gut argumentierte
theoretische und normative Aspekte; originelle, plausible Thesen,
ungewöhnliche, ausreichend plausible Sichtweisen und Standpunkte,
die zu kontroverser Auseinandersetzung einladen; gute Überblicksartikel
(state of the art-Berichte), die Vorhandenes ordnen und gut
strukturiert informieren; anregende Erfahrungen mit Modellen,
Verfahren, Projektmanagement u.ä. |
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